Jan Kleinichen

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Jan Kleinichen

Jan Kleinichen

Auf einige dieser Fragen will ich versuchen Auskunft zu geben. Am einfachsten sind die Fakten. Ich komme aus dem Landkreis Harburg, aus dem Dörfchen Moisburg bei Buxtehude und habe dank der Landkreisgrenzen am Gymnasium Neu Wulmstorf mein Abitur gemacht. Theater habe ich an der Schule gespielt. Und schlechte Noten in den Naturwissenschaften gesammelt. Und im 11ten Jahrgang bin ich mit meinen Eltern ein Jahr nach Afrika gegangen, nach Libreville, der Hauptstadt von Gabun, wo mein Vater die Seemannsmission leitete.

Nach Abitur und Zivildienst in der Lebenshilfe in Buxtehude zog es mich zum Studium ins schöne Rheinland, nach Köln. Dort lernte ich viel rheinischen Frohsinn, tat mich aber schwer, mich auf ein Studienfach festzulegen. Lehrer wollte ich ja auf keinen Fall werden, schließlich war das meine Mutter schon. Ich wollte Diplomat werden. Oder Schriftsteller. Oder Journalist. Reiseführer schreiben wollte ich. Oder doch was mit Schauspiel? Also studierte ich Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Geschichte, Deutsch und Afrikanistik und arbeitete als Buchhändler um das alles zu finanzieren. Dann musste ich im Deutschstudium ein Schulpraktikum ableisten - und war begeistert.

Ich machte mein Staatsexamen, mein Referendariat und dann noch ein Staatsexamen. Und suchte Stellen, was nicht so leicht war: eine Stelle war frei in Claustal-Zellerfeld im Harz und eine an der Nordseeküste, hinter Emden. Und dann eine in Lüneburg. Und dann: Hamburg. Heisenberg-Gymnasium. Und auch noch eine Schule, die einen Theaterschwerpunkt hat! Also verließ ich das Rheinland und kehrte zurück nach Hause. Und doch nicht ganz, denn jetzt wohne ich auf der anderen Elbseite im schönen Eimsbüttel. Beim Vorstellungsgespräch hieß es, sie passen hierher und was nicht passt, das passt sich schon ein. Amen.

Was will ich nun hier?

Guten Unterricht machen. Darunter verstehe ich vor allem, Kindern Hilfen und Anstöße zum Lernen zu geben, sie zu aktivieren, das heißt sie zu motivieren, Fragen zu stellen, Interesse wecken und zum Denken anregen und ihnen Wege zeigen, wie man sich Wissen aneignen kann. Deutsch ist hierzu sicherlich die Grundlage, weshalb ich es gerne unterrichte.

Aber auch Geschichte, PGW liefern nötige Denkanstöße und helfen, das Leitbild des mündigen Bürgers zu entwerfen, welches ja gerade in Hamburg einige sehr vorbildliche Exemplare hervorgebracht hat. Um die Sozial- und Methodenkompetenzen der Schüler zu entwickeln unterrichte ich mit wachsender Begeisterung Lele. Und eine Sonderrolle in der Entwicklung der Schüler nimmt sicherlich das Darstellende Spiel ein, bei dem die Schüler ihre Persönlichkeit ausprobieren und festigen können.

Und an dieser großen Aufgabe, die Kinder aufs Leben vorzubereiten im Rahmen des Heisenberg-Kollegiums mitarbeiten zu können ist eine Arbeit, auf die ich mich freue.