Besonderes aus dem Fachbereich Englisch

Wir vor dem "Capitol"
Vom 28.9.08 bis zum 18.10.08 fand der Austausch zwischen unserer Schule und der St.Paul Academy and Summit School (SPA) statt.
Auch wenn unsere Reise durch einen verlorenen Pass, Verspätungen, zahlreiche Sicherheitskontrollen usw. chaotisch begann, wirkte sich dies nicht negativ auf die weitere Zeit aus.
Nach einem langen anstrengenden Flug wurden wir sehr herzlich mit Plakaten, Luftballons und Blumen von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Plötzlich ging alles ganz schnell, jeder holte seinen Koffer und war von nun an das erste Mal ganz auf sich alleine gestellt, in einem fremden Land mit "fremden" Leuten.
Doch man wurde schnell ein Teil der Familie und erlebte den normalen Alltag, so dass man schon nach kurzer Zeit das Gefühl hatte, man wäre ewig dort.
Zu diesem Alltag gehörte auch das harte Schulleben. Der Unterricht ging von 8 bis 15 Uhr, jedoch kamen noch ca. drei Stunden Hausaufgaben täglich dazu. Außerdem hatte jeder unserer Austauschpartner nach der Schule noch zwei Stunden schulische Aktivitäten, beispielsweise "Debate" oder Sport.

Kanutour
Trotz des ganzen Stresses kümmerten sich unsere Gastfamilien rührend um uns, organisierten untereinander verschiedene Unternehmungen, so dass niemals Langeweile aufkam. Dies lag auch an der großartigen Planung von Herrn Grieben und Frau Crowder, der Deutschlehrerin der SPA, die alles taten, um uns einen großartigen Aufenthalt zu ermöglichen und die Gastfamilien zu unterstützen.

Wir im Theater
Auch in politischer Hinsicht bildeten wir uns weiter, denn uns wurde das amerikanische Wahlsystem erklärt, wir schauten die Debatten der Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidaten. Als besonderes Highlight besuchten wir eine Wahlkampfveranstaltung von Michelle Obama, der vielleicht nächsten First Lady der USA.
Wir lernten vieles über die amerikanische Kultur, aber auch wir versuchten den Amerikanern Informationen über Deutschland, vor allem Hamburg, näher zu bringen. Wir unterteilten uns in drei Gruppen und hielten unsere "Vorträge" in der Grund-, Mittelschule und High School. Wir stießen auf reges Interesse, aber dennoch konnten wir bemerken, dass ein Großteil der Amerikaner sich eher auf die USA und nicht so sehr auf Europa und den Rest der Welt konzentriert. Wo wir auch hingingen, jeder, der bemerkte, dass wir Deutsche waren, versuchte sich an seine Deutschkenntnisse aus der Schule zu erinnern, was oft zu lustigen Unterhaltungen führte.

German group
Nach einem traurigen Abschiedsdinner mit allen Austauschschülern und -eltern, bei dem schon einige Tränen flossen, brachen wir am Dienstag nach Chicago auf. Auch wenn Chicago nach zweieinhalb Wochen "Luxusleben" etwas gewöhnungsbedürftig und leicht chaotisch war, hatten wir auch dort eine Menge Spaß. Wir stiegen auf den Hancock-Tower, von dem man eine wunderschöne Aussicht über die ganze Stadt hat, liefen durch den Millenium-Park und spazierten am "Michigan Lake" entlang. Auch hier durfte etwas shoppen nicht fehlen.

Aussicht vom Hancock Tower
Einen Nachmittag besuchten wir eine ärmliche Gegend, wo uns eine sympathische Frau diese Seite des amerikanischen Lebens näherbrachte. Vor allem Gewalt, Schießereien, Drogen und Gangs bestimmen dort das Leben der Jugendlichen.
Alles in allem gingen diese drei Wochen viel zu schnell herum, und es fiel uns wirklich schwer, unseren Gastfamilien und Amerika "good-bye" zu sagen. Nun fiebern wir dem Rückbesuch der amerikanischen Gruppe im März entgegen, und hoffen, dass wir ihnen einen genauso schönen und interessanten Aufenthalt ermöglichen können, wie wir ihn hatten.