Nach meinem dreiwöchigen Praktikum stellte ich mir die Frage, ob sich meine Erwartungen erfüllt haben, oder ob sie sogar übertroffen wurden.

Zunächst einmal ein erstes kurzes Fazit: Ich finde, dass mein Praktikum sehr interessant und spannend war und meine Erwartungen zum größten Teil erfüllt wurden.

Ich durfte viele praktische Arbeiten ausprobieren und habe jeden Tag Neues dazugelernt, seien es handwerkliche Tätigkeiten oder Informationen über den Arbeitsprozess und über die Flugzeuge. Außerdem konnte ich feststellen, dass ich handwerklich schon vieles ausführen sowie neue Dinge schnell aufnehmen und diese dann auch umgehend und ordentlich ausführen kann.
So machte es mir besonders viel Spaß, nach einer kurzen Einweisung selbstständig an Hand von Plänen Kabelhalter anzubringen.
Insgesamt war es toll, mit den Mitarbeitern von Airbus, besonders mit meinen Ansprechpartnern zusammenzuarbeiten, mit denen wir uns alle duzten und ein kollegiales und sehr freundliches Verhältnis hatten.
Da ich in drei verschiedenen Bereichen gearbeitet habe, war es immer wieder spannend, mich auf neue Situationen und Personen einzulassen.
Erleichtert hat mir das Praktikum auch, immer wieder neue Kontakte mit anderen Praktikanten zu knüpfen, mit ihnen bei der Arbeit und in den Pausen zusammen zu sein und mit ihnen über Alltagsfragen, aber auch über Probleme zu reden, die sich während des Praktikums ergaben.
In meinen Erwartungen hatte ich geschrieben, dass ich gerne miterleben würde, wie es ist, täglich viele Stunden zu arbeiten und das über einen längeren Zeitraum: Morgens früh um 5.00 Uhr aufstehen, dann zur Arbeit fahren und anfangen zu arbeiten, außerdem in der Pause mit all den anderen Arbeitern zusammen zu essen und sich zu unterhalten, schließlich nachmittags erschöpft nach Hause zu kommen. Ich konnte miterleben, wie stressig es ist zu arbeiten, wenn man die Vorgabe hat, zwei Flugzeuge pro Tag fertigzustellen.

Dies alles habe ich erlebt. Die drei Praktikumswochen waren für mich auf der einen Seite sehr spannend und aufregend, aber auf der anderen Seite auch sehr anstrengend, sodass ich mich wieder auf die Schule freute.
Vor dem Praktikum hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, in welchen Bereichen ich gerne bei Airbus einen Einblick gewinnen würde.
Ich hatte z.B. darüber nachgedacht, dass es interessant und abwechslungsreich wäre, sowohl bei der Produktion, als auch bei der Konstruktion und beim Vertrieb mitwirken zu können.
Da wir uns die Bereiche aber leider nicht selbst aussuchen konnten, bekam ich nur den Einblick in einen Bereich und zwar in die Produktion. Für den Anfang war dies sehr wichtig, da ich hautnah miterleben konnte, wie das Produkt « Flugzeug » hergestellt wird. Besonders beeindruckt hat mich dabei die Organisation der Abläufe und wie alles perfekt zusammenpasst.
Dies alles hat mich so beeindruckt, dass ich am 05.09.2009 beim Airbus-Familientag, nochmals meine Praktikumsstätten und auch mir bisher unbekannte Bereiche mit großem Interesse besucht habe. Dort konnte ich zudem noch Fotos und weiteres Informationsmaterial bekommen.

Nach all diesen Erfahrungen merke ich, dass ich während des Praktikums auch in die anderen oben genannten Bereiche gerne hineingeschaut hätte.
Vielleicht kann ich das in einem weiteren, späteren Praktikum, gegebenenfalls auch nach dem Abitur, nachholen und dort einen Schwerpunkt auf Konstruktion und Organisation oder Verkauf legen.