Nach einer teilweise anstrengenden und verwirrenden Vorbereitung der Berufsorientierungswoche (kurz BOW), welche wohl auch teilweise durch die etwas langsame Art der Teilnehmer (sprich uns Schülern) behindert wurde, begann der 26.9.03 mit einem Pflichtseminar für alle Schüler. Bei diesem Pflichtseminar handelte es sich um Vorträge über Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche, wofür wir vorher Bewerbungen hatten schreiben müssen, die auch teilweise besprochen wurden. Hierfür war die gesamte S1 (bestehend aus ca. 60 Schüler) in drei Gruppen unterteilt worden. Jede dieser Gruppen hörte sich also einen anderen Vortrag an, doch die Resonanz war bei allen drei Gruppen ähnlich, und zwar positiv. Dieses erste Seminar hatte uns Altbekanntes über Bewerbungsschreiben verdeutlicht und Neues gezeigt und näher gebracht, zum Beispiel über Einstellungstests und das richtige Auftreten und Verhalten bei Bewerbungsgesprächen.
Für den weiteren Verlauf der Tage Montag bis Donnerstag (bis zum Beginn der Herbstferien) hatte jeder Schüler einen individuellen Seminarplan. Es gab zwar noch zwei weitere Pflichtveranstaltungen, ansonsten hatte jeder Schüler aus einem großen Angebot von Seminaren seine Favoriten vorab angeben können und Herr Wiegräfe bemühte sich um die Verwirklichung unser Wünsche.
Es gab ein ausgeglichenes Angebot zwischen akademischen und Ausbildungsberufen, zum Beispiel Staatsanwalt, Graphik-Design, Ärztin, Polizei, Journalismus etc, so dass jeder auf seine Kosten kam, egal ob er nun an einem Studium interessiert war oder eher doch eine Lehre nach Abschluss der Schule beginnen wollte.
Je nach Interessenlage hatte jeder seine Highlights unter den Seminaren. Einige erlebten positive Überraschungen bei Seminaren über Berufe, die sie zwar vorher ganz interessant gefunden, aber nicht mehr wirklich in die engere Wahl der späteren Tätigkeit gezogen hatten, andere wurden wiederum bei Vorträgen über ihre Traumberufe enttäuscht, da ihr Bild dieses Traumjobs leider nicht mit der Realität übereinstimmte.
Es gab Seminare in den Räumen unserer Schule, sowie auswärts in den Betrieben.
So war zum Beispiel der Besuch einer Graphik-Design-Schule besonders aufschlussreich, da man auch gleich die Räumlichkeiten und die Atmosphäre in dieser Schule zu sehen und zu spüren bekam. Dieses war sehr eindrucksvoll und hinterließ einen sehr positiven Eindruck!
Eine sehr gelungene Veranstaltung war außerdem das Treffen mit ehemaligen Schülern und jetzigen Studenten, eine Pflichtveranstaltung für die gesamte S1. Hier hatten wir die Möglichkeit, mit ihnen über ihr Studium zu sprechen. Dies war sehr unterhaltsam und verlief in einer lockeren Atmosphäre. Die Ex-Schüler waren uns vom Alter eben noch nicht so fern, deshalb lief die Kommunikation auf einer etwas persönlicheren Ebene, als mit den Seminarleitern.
Letztendlich wurde jeder Schüler unseres Jahrgangs um neue Eindrücke und vielleicht auch neue Ideen zur Berufswahl bereichert. Einige wurden bestärkt, jetzt schon die richtige Wahl getroffen zu haben, anderen wurde deutlich, dass sie immer noch grübeln müssen, welcher Beruf letztendlich der richtige Beruf für sie sein wird und wiederum andere fanden plötzlich Berufe interessant, die sie sich vorher überhaupt nicht vorstellen konnten.
Charlotte Pockrand und Daniela Schröder, S1.