Berufsfindungspraktikum bei Airbus

Berufsorientierung

Berufsfindungspraktikum bei Airbus: 02.-13.10.2007

Montag: 8:00 Uhr

Gerade aufgerichtet sitzen die 22 Schüler des Heisenberg-Gymnasiums und die des Gymnasiums Finkenwerder auf ihren blauen Stühlen in dem großen Raum, gespannt und neugierig auf das nun Kommende.

Auf das alles sollen wir achten, unterstreichen die beiden verantwortlichen Lehrer noch einmal, während der Vorträge des Berufsfindungspraktikums auf dem Airbusgelände.

"Das ist eine einmalige Chance, hier bei Airbus muss man sonst ein Jahr auf einen Praktikumsplatz warten!!!", bekommen wir mehrmals zu hören.

Atmosphäre

Doch als dann der erste Referent das Zimmer betritt, scheint sich die Atmosphäre plötzlich zu ändern.
Zwar ist der Herr in Anzug und Krawatte gekleidet, an der ein kleiner A380 Anstecker hängt, aber trotzdem begrüßt er freudestrahlend die Gruppe und beginnt gleich seine CD mit der Powerpointpräsentation in den Laptop zu legen, und den Beamer einzuschalten.

Wie er pflegten es auch alle anderen Männer zu tun, die uns in den folgenden Tagen über ihre Arbeitsbereiche und die Strukturen des Riesenwerkes, welches mit seinen eigenen Buslinien und den vielen Kantinen, Kiosks und Restaurants einer kleinen Stadt gleicht.
Vom Management bis hin zu den Blaumännern in den Werksstätten, ob Ingenieur oder Azubi, aus fast jedem Bereich lernten wir einen Airbusmitarbeiter kennen.
Verkauf, Elektroniker, Bürokauffrau… hier eröffnet sich die Vielfältigkeit des Konzerns.

Praxis

Die vielen Vorträge wurden aber auch zwischendurch aufgelockert mit einzelnen praktischen Arbeiten, so zum Beispiel ein Planspiel, in dem es um den Bau eines Flugzeuges ging.
In zwei Gruppen, den gegenseitigen "Konkurrenten", durften wir mithilfe von einer Pappe, Schere, Kleber und einigen anderen Materialien ein Flugzeug basteln.

Die Schwierigkeit lag darin: Wie im echten Airbus-Konzern, wo die Flügel, der Rumpf und alles andere in Deutschland, England , Frankreich und Spanien hergestellt werden, musste vor Beginn eine Aufteilung der Pappe vorgenommen werden, die dann an den einzelnen "Standorten"( die beiden Konkurrentengruppen wurden also in einzelne Untergruppen unterteilt) zu den Teilen des Flugzeuges zusammengebaut wurden .

Und es sollte eigentlich nicht mit den einzelnen Teilen herumgelaufen werden, um Abmessungen zu machen…
Als am Ende doch ein stabiles Modell herauskam, freuten sich natürlich alle, aber dieses Spiel verdeutlichte, wie schwer diese Arbeit erst in Wirklichkeit sein musste.

Doch so ein "großer" Laden hat nicht nur Vorteile.
Leider kam es während der 10 Tage auch vor, dass einzelne Referenten auf einmal geschäftlich oder aus anderen Gründen den Vortragstermin nicht einhalten konnten, aber die etwas lahmende Kommunikation uns nicht mehr rechtzeitig erreichte, und wir daraufhin 2 Stunden umsonst warteten.

Wie dem auch sei, Airbus scheint gerade seinen Azubis und den Studenten des dualen Studienganges hilfreich unter die Arme zu greifen, mit Förderungssystemen und individueller Betreuung, was wohl den einen oder anderen unter uns noch mehr überzeugte, sich bei Airbus zu bewerben.

Präsentation

Nach einigen Wochen sahen sich dann alle noch einmal auf der Präsentationsveranstaltung wieder, wo jeder über einen der Praktikumstagen referieren musste, ob nun auf Deutsch, Englisch oder Französisch. Dieses Treffen ist eine gute Gelegenheiten für die Schüler der unteren Jahrgangsstufe, mehr über ein solches, für sie im nächsten Jahr mögliches, Berufsfindungspraktikum zu erfahren, denn alle Teilnehmer sprechen auch noch einmal über ihre persönlichen Eindrücke.

Auch denen, die sich nicht für die Berufe bei Airbus berufen fühlen, bot dieses Berufsfindungspraktikum einen guten Einblick in diesen Globalplayer, und war sehr viel informativer und spannender als Kaffee kochen bei anderen Praktikumsplätzen…

Valerie Mocker S2